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Elf Kühe vom Blitz erschlagen

Weidetiere benötigen ausreichenden Witterungsschutz sowie Fluchtmöglichkeiten.

Ende letzter Woche tötete ein Blitz im Kreis Emmendingen elf trächtige Kühe.
Da es keinen anderen Schutz gab, hatten sie sich in der Nacht auf vergangenen Freitag auf der Flucht vor dem heftigen Unwetter unter einem Baum gestellt. Als der Blitz dort einschlug, traf er auch alle dort schutzsuchenden Kühe tödlich.

Schwere Gewitter sind inzwischen ein fast alltäglicher Bestandteil des Sommers geworden und nirgendwo in Deutschland werden so viele Sommergewitter mit Hagel- und Blitzschlag gezählt wie im Südwesten. „Diese Gefahren betreffen nicht nur Menschen, die sich viel im Freien aufhalten, sondern ganz besonders auch Weidetiere“ warnte Herbert Lawo, Vorsitzender des Landestierschutzverbandes bereits im vergangenen Monat und forderte nachdrücklich die Sicherstellung von Fluchtmöglichkeiten sowie geeigneten Witterungsschutz für Weidetiere.

Speziell in Talsohlen und -auen kann es bei einem Gewitter in kürzester Zeit zu Überschwemmungen kommen - Bäche werden unvermutet zu reißenden Flüssen. Um bei solchen Gefahren rechtzeitig in höhere Lagen ausweichen zu können, müssen für die Tiere entsprechende Fluchtmöglichkeiten bestehen.
„Sehr beklagenswert ist, dass den Weidetieren in der so genannten Robusthaltung sehr häufig kein ausreichender Witterungsschutz zur Verfügung steht“, so Lawo. „Nicht nur die glühende Sonne und der oft fehlende Schatten stellen im Sommer eine Gesundheitsgefährdung für die Tiere dar, sondern zunehmend auch der plötzliche Wetterumschwung mit Gewitter- und Hagelschauern.“

Der Landestierschutzverband fordert deshalb die Halter von Weidetieren sowie die Aufsicht führenden Veterinärämter noch einmal ausdrücklich auf, auf ausreichenden Witterungsschutz und Fluchtmöglichkeiten zu achten und darauf zu bestehen.

Karlsruhe, 03. August 2008
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Vorsichtig Autofahrer: Erhöhtes Unfallrisiko durch Wildwechsel!

„Angesichts von weit über 17.000 Rehen, die im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen sind, fordert der Landestierschutzverband mehr Querungshilfen wie Grünbrücken oder an besonders neuralgischen Wildwechselpunkten die Installation von elektronischen Wildwarnanlagen verbunden mit deutlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen“, so dessen Vorsitzender, Herbert Lawo.

Auch für die kommenden Herbstmonate bittet der Landestierschutzverband alle Autofahrer um besondere Vorsicht. Gerade auf Landstraßen, die durch Wiesen, Felder und Waldgebiete führen, muss mit besonderer Aufmerksamkeit gefahren werden. In solchen Arealen ist immer mit Wildtieren zu rechnen, die unvermutet die Strassen überqueren. Hinweisschilder für Wildwechsel sollten gerade dort sehr ernst genommen werden.

Gerade während der Paarungszeit im Juli und August verhalten sich beispielsweise Rehböcke weit weniger vorsichtig, als es sonst ihre Natur ist. Sie treiben die weiblichen Tiere vor sich her, bis diese die Paarung zulassen. Derart im „Liebesrausch“ nehmen sie mögliche Gefahren wie den Straßenverkehr kaum noch wahr. Und dies gilt dann nicht nur für die Morgen- und Abendstunden, sondern auch tagsüber. Meist überqueren außerdem nicht nur ein Tier, sondern gleich mehrere nacheinander die Verkehrswege, es empfiehlt sich aus Sicherheitsgründen also vorausschauend zu fahren und bremsbereit zu sein!

Aber auch im Herbst, wenn die Tage wieder deutlich kürzer werden und damit die Jahreszeit bedingte Morgen- und Abenddämmerung mit den Hauptverkehrszeiten und den Zeiten von Wildwechsel zusammenfallen, erhöht sich die Unfallgefahr mit Reh, Wildschwein, Fuchs und Co wieder drastisch.
Übrigens: Wildunfälle müssen der Polizei, der Gemeinde oder dem zuständigen Jagdausübungsberechtigten gemeldet werden. Wer ein verletztes Tier nicht meldet, macht sich strafbar.

Für mehr Wildtierschutz - bitte Fuß vom Gas und umsichtig fahren.

Karlsruhe, 20. August 2008
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